Kneipencheck: Bielefelds Bars im Test

26 Apr

Egal ob ihr abends um die Häuser ziehen oder nachmittags ein Langschläfer-Frühstück genießen wollt – Die Crosswords Reporter Alessa Valentin und Denise Stahlhut haben getestet, wo die besten Drinks und Gerichte zubereitet werden.

Per Mausklick gelangt ihr direkt zum Internatauftritt der Locations.

 

Westside Lounge

Für einen guten Cocktail kann man überall hingehen. Für einen spitzen Cocktail geht man in die Westside Lounge. Mit seinen Kreationen begeistert Barkeeper Eggi nicht nur die Gäste, sondern auch kritische Jury-Mitglieder bei Cocktail-Mix-Wettbewerben. Als international geprüfter Barkeeper weiß er, worauf es bei einem guten Cocktail ankommt: „Mir geht es beim Mixen um das Endprodukt, nicht um die Show bei der Entstehung des Getränks“, betont er.

Die Freude am Ausprobieren schmeckt man besonders am „Green Mile“, der neben Vodka, Honig und Limetten auch die für einen Cocktail eher untypische Zutat Gurke beinhaltet. Zwei deutsche Preise konnte Eggi mit diesem Prachtgetränk einheimsen. „Wir legen sehr viel Wert auf namhafte Spirituosen, bei uns gibt es kein gepanschtes Zeug“, sagt der Barchef.

Die beste Möglichkeit seine Cocktailkarte auszuprobieren, besteht montags bis freitags von 17.30 bis 19.30 Uhr zur Happy Hour. Die Eckkneipe bietet allen Gästen ein freundliches Flair. Das Prinzip: leckere Cocktails, ansprechende Preise, durchgestyltes Ambiente, internationale Küche und zuvorkommender Service. Von asiatisch bis zünftig – hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Das Dienstagsangebot (5,50 Euro für Pizza oder Pasta ab 18 Uhr) ist besonders bei Studenten gefragt.

 

Desperado

Das Desperado ist der Klassiker unter den Kneipen. Ein DJ-Mischpult in der Ecke ist der Stimmungsmacher – und doch ist der Bartresen der Mittelpunkt des Geschehens. Dunkles Holz und Dämmerlicht sorgen für ein unverwechselbares Flair: eine typische Eck-Kneipe. „Bunte Cocktails gibt es bei uns nicht“, sagt Bedienung Bernadette Förster. „Dafür haben wir eine feine Auswahl richtig guter Whiskeys, von denen man viele nicht so im Laden kaufen kann.“Auch Biersorten gibt es im Desperado en massé – aus der Flasche oder frisch gezapft. Dienstags von 18 bis 19 Uhr sogar für nur 1,50 Euro.

König Fußball wird hier besondersgroßgeschrieben. Zu den Bundesliga-Übertragungen am Samstagnachmittag pilgern die Fans in Scharen in die Kneipe. Zur musikalischen Unterhaltung läuft der CD-Player rauf und runter. Einmal die Woche sind jedoch auch DJs zu Gast, die live auflegen. Acoustic-Sets von kleinen Bands sind ebenfalls keine Seltenheit. Vier Mal im Jahr kommen die weiblichen Gäste bei der Ladies-Night voll auf ihre Kosten.

Essen gibt es im Desperado nicht. Es ist eher eine Durchlaufstation, wenn Gäste abends um die Häuser ziehen. „Um Leute kennenzulernen, kommen viele aber am liebsten zu uns“, sagt Bernadette Förster.

 

Café Berlin

Im Café Berlin ist der Name Programm. „Wir sind ein bisschen abgerockter als die andern, eben so wie man es aus der Berliner Szene kennt“, verrät Inhaber Sascha Wedler das Prinzip. Die Küche ist ebenso multikulti wie die Angestellten. Alles, was hier auf den Tisch kommt, sind Bio-Lebensmittel, keine Convenience-Produkte oder Tiefkühlkost. „Unsere Küche zeichnet uns aus, da kommen wir dem Restaurant-Niveau schon sehr nah“, sagt Sascha Wedler. Und das wissen seine Gäste zu schätzen.

„Ich komme hier gerne hin. Das Essen ist lecker, die Leute locker und die Atmosphäre ist einfach angenehm“, lobt Jasna Jagner, ehemalige Studentin der Uni Bielefeld, ihre Lieblingskneipe. Besonders beliebt bei ihrer Altersgruppe ist das verlängerte Frühstück von 9 bis 16 Uhr. Hierbei kann sich der Gast sein Mahl sogar individuell und ohne Vorgaben zusammenstellen, wenn er mag. Angekreuzt wird auf einer Karte mit ausgewiesenen Preisen, so dass man auch nur das bezahlt, was man wirklich essen möchte.

Im angrenzenden Pavillion im Biergarten kommen auch Raucher auf ihre Kosten. Bei schönem Wetter können aber auch andere Gäste hier die Mittagssonne und das -essen genießen. Für echte Abwechslung sorgt das Café mit variierenden Speiseangeboten am Abend. Spezielle Gerichte auf der Karte wechseln im Drei-Wochen-Rhythmus.

Bei Besuchern begehrt sind zudem die Cocktailabende an Donnerstagen für vier Euro pro Getränk. Wer zudem das Wochenende feucht fröhlich einläuten will, ist hier bestens aufgehoben. Das Motto lautet: „Trust in Friday“. Alle Longdrinks gibt‘s für 3,50 Euro.

 

WunderBar

„Die WunderBar ist mit der Zeit zu meinem zweiten Wohnzimmer geworden“, sagt Andreas. Der 38-jährige Taxifahrer kommt seit mehr als zehn Jahren fast jeden Tag vorbei. Und damit ist er nicht allein. „Die meisten unserer Gäste sind Stammgäste“, erklärt Inhaber Valter Domingos (35). Vom T-Shirt-Träger bis zum Geschäftsmann in Anzug und Krawatte: Das Publikum ist gemischt, doch untereinander kennt man sich.

Die Atmosphäre ist sehr persönlich, Neulinge könnten es anfangs etwas schwer haben. Leichterfallen dürfte das Kennenlernen beim gemeinsamen Fußballschauen. Auch hier flimmert die Bundesliga auf der Mattscheibe. Stolz sind der Betreiber und die Bedienungen auf ihre prominenten Gäste. „Viele Arminia-Spieler kommen regelmäßig zu uns“, sagt Domingos.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: